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Das Gebiet der Gemeinden Meisterschwanden, Fahrwangen und Seengen war zu Beginn des letzten Jahrhunderts mehrheitlich reformiert. Geografisch gehörten die drei Gemeinden zur Freiämter Pfarrei Sarmenstorf. Durch die immer stärker werdende Mobilität und durch die immer offener werdenden christlichen Konfessionen zogen vermehrt auch katholische Menschen in dieses Gebiet. Je grösser diese Gemeinschaft wurde, umso mehr wurde auch das Bedürfnis nach einem eigenen Ort für die Feier der Gottesdienste, nach einer eigenen Kapelle wach. Nach Absprache mit dem katholischen Pfarrer von Sarmenstorf wurde 1951 in Fahrwangen eine Kapelle eingeweiht. Zuständig für die Betreuung und das Feiern der Gottesdienste blieben auch weiterhin die Priester von Sarmenstorf.

Je mehr Katholikinnen und Katholiken in diesem Gebiet lebten, umso mehr wuchs auch der Ruf nach einem eigenen Priester. So wurde im August 1957 der Priester Edwin Lengen als erster mit der Seelsorge für Meisterschwanden, Fahrwangen und Seengen betreut.

Pfarrer UnternährerWeil der Sarmenstorfer Pfarrer die Entlastung gerne annahm und da das Bedürfnis nach pfarreilicher Selbstständigkeit in den drei Seetaler Gemeinden immer grösser wurde, setzte der Bischof von Basel im Januar 1962 den Priester Josef Unternährer als Nachfolger von Edwin Lengen ein.
Wegen der steigenden Anzahl Katholikinnen und Katholiken wurde 1963 die bestehende Kapelle nach Seengen verlegt und in Meisterschwanden eine grössere Notkirche eingeweiht.

Logische Folge des ständigen Wachstums war der Wunsch nach Veränderung des rechtlichen Status. So wurden die Gemeinden Meisterschwanden, Fahrwangen und Seengen 1972 von der Mutterpfarrei Sarmenstorf abgespalten und zur eigenen Pfarrei erklärt.

Im Gottesdienst vom eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag überreichte Bischof Anton Hänggi dem ersten Pfarrer der neu gegründeten Pfarrei Bruder Klaus, Josef Unternährer, das offizielle Errichtungsschreiben. Nachdem sowohl das dafür vorgesehene Grundstück gekauft und darauf bereits ein Pfarrhaus errichtet worden war, wurden auch die Planungen für eine eigene Kirche vorangetrieben.

Am 3. Oktober 1976 feierte die Pfarrei zusammen mit Abt Dominikus Löpfe die Grundsteinlegung und am Festtag des heiligen Niklaus von Flüe, am 25. September 1977, wurde die neue Bruderklaus Kirche der Pfarrei Meisterschwanden–Fahrwangen–Seengen durch Bischof Anton Hänggi feierlich eingeweiht.

Vier Monate nach der Einweihung der neuen Kirche verliess Pfarrer Josef Unternährer die Pfarrei. Zwei Monate später wurde Josef Ritz zum neuen Pfarrer ernannt. Ihm folgten Vilmos Kalasz (1982–1983), Joseph Karinattu (1983–1984), Hans Waldispühl (1984–1993) und Joseph John (1993–1999). Unter Pfarrer Waldispühl wurde 1990 die neue Orgel der Firma Hauser aus Kleindöttingen eingeweiht.

Von 1999 bis 2004 blieb die Pfarrei vakant. Die Seelsorge wurde durch den Einsatz von Laien und mit Aushilfspriestern aufrechterhalten.

Xaver BachmannWichtigste Bezugsperson der Seelorge wurde in dieser pfarrerlosen Zeit Xaver Bachmann. Er, der der Pfarrei von 1959 bis zu seinem überraschenden Tod im Jahre 2007 als Sakristan diente, übernahm in der Vakanz viele Aufgaben in der Seelsorge. Durch seinen langjährigen Dienst an der Pfarrei und die vielen Besuche in Heimen und Spitälern wurde er für die Pfarreiangehörigen zur wichtigsten und geachteten Ansprechperson.

Am 1. Februar 2004 wurde der Theologe Christoph Heldner als erster Nicht-Priester zum Leiter der Pfarrei Bruder Klaus eingesetzt.

Im Jahre 2007 wurde das Jubiläum 30 Jahre Pfarrkirche Meisterschwanden gefeiert und als "Geburtstagsgeschenk" die neue, grosse Krippe eingeweiht.

Zur Zeit leben in der Pfarrei Meisterschwanden–Fahrwangen–Seengen gut 2000 Katholikinnen und Katholiken. Aus der früheren Minderheit in der Diaspora wuchs eine katholische Pfarrei heran, die heute mit den reformierten Schwesterkirchen, der reformierten Kirchgemeinde Meisterschwanden–Fahrwangen und der reformierten Kirchgemeinde Seengen, ein herzliches Verhältnis pflegt und in verschiedenen Bereichen fruchtbringende gemeinsame Arbeit leistet zum Wohle aller.