
Beim Themenabend der Firmvorbereitung mit Susanne Löpfe stand eine bekannte Geschichte im Mittelpunkt: die Erzählung vom barmherzigen Samariter. Eine Geschichte, die mitten ins Heute passt.
Die Firmandinnen und Firmanden haben die Geschichte nicht nur gehört, sondern sie mit ihren eigenen Ideen inszeniert. In Gruppen wählten sie Szenen aus und überlegten, wie sie die Figuren darstellen könnten: den Überfall am Weg, die Vorbeigehenden, und natürlich den Samariter, der hilft. Die kreativen Umsetzungen in Form von Filmdreh oder Fotogeschichten mit Playmobil-Szenen machten die Herausforderung deutlich, die diese Geschichte mit sich trägt. Jesus erzählte sie, weil ein Gesetzeslehrer fragt, wer sein Nächster ist. Und die Antwort ist: Nicht der, der die besten Argumente hat, sondern der, der sich bewegen lässt, der nicht wegsieht, der hilft, der selbst zum Nächsten wird.
Jesus sagt am Ende dieser Geschichte: «Geh und handle ebenso». Das ist eine Einladung, das Herz nicht hart werden zu lassen. Oft sind es keine grossen Heldentaten, die gefragt sind. Manchmal reicht es, einem Menschen zuzuhören oder jemandem beizustehen, der sich gerade schwach fühlt. Vielleicht auch, jemanden nicht zu verurteilen, der anders lebt oder denkt. Ganz einfach zu tun, was man tun kann. Vielleicht war das das Wichtigste, was die Jugendlichen an diesem Abend erfahren haben. Dass Barmherzigkeit nicht bedeutet, immer alles perfekt zu machen, sondern den Mut zu haben, sich unterbrechen zu lassen.
Denn genau das tut Gott auch mit uns. Er sieht uns am Wegrand liegen und sagt nicht «selber schuld». Er bleibt stehen, hebt uns auf und trägt uns weiter. Und manchmal gebraucht er dazu ganz einfache Menschen. Uns.